Popmusik ist Begleiter unseres alltäglichen Lebens. Wir singen, spielen Instrumente und hören sie im Radio, im Fernsehen und mit unseren MP3- Playern. Wir kaufen die neuesten CDs oder nutzen das Internet zum Download von Musiktiteln. Aber woher kommt die Popmusik und was sind ihre Wurzeln?
Popmusik ist zunächst einmal die Abkürzung für “populäre Musik”. Der englische Begriff lautet “popular music”. Diesen einfach mit “Volksmusik” zu übersetzen wäre nicht ganz richtig und Vielen wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Der Stil der Popmusik, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich vor allem in den 50er und 60er Jahren. In den USA hingegen sind die Ursprünge wesentlich früher zu finden, nämlich zur Zeit des Bürgerkriegs bei den nach Amerika gebrachten Afrikanern, die die Ragtime Musik begründeten. Im Jahre 1899 veröffentlichte der Komponist Scott Joplin seinen Hit “Maple Leaf Rag” und legte damit einen Grundstein für die weitere Entwicklung der Popmusik. Einen regelrechten Aufschwung erlebte sie schließlich ab 1955 mit dem Rock ‘n’ Roll und wurde zum Beispiel von den Beatles verbreitet und bekannt gemacht. Seitdem haben sich mehrere Subkulturen hervorgetan, wie zum Beispiel Musikstile wie Rap, Disco und Techno.
Die vorherrschenden Instrumente in der Popmusik sind sicherlich eine oder mehrere E-Gitarren, ein E-Bass und ein Schlagzeug. Fast immer findet sich auch ein Keyboard und in manchen Stilrichtungen auch ein Synthesizer. Generell kann man sagen, dass Popmusik eine Musikrichtung für die breite Masse ist. Sie stellt eine Art Unterhaltungsmusik da, die sich gut verkaufen lässt. Das beinhaltet in den meisten Fällen einerseits, dass das Lied harmonisch und eingängig ist, während der Gesang meist klar und melodisch klingt. Die Texte behandeln oft ein aktuelles Thema, das jeden Hörer anspricht und sind leicht nachvollziehbar – und nachsingbar – strukturiert. Mit der Neuen Deutschen Welle zu Beginn der 80er Jahre gelang es erstmals in Deutschland eine deutsche Art der Popmusik zu etablieren. Das wohl bekannteste Popmusik- Festival war dennoch das “Live Aid”, ein Benefizkonzert im Jahre 1985, bei dem viele bekannte Popmusiker ohne Gage auftraten und so ca. 60 Millionen englische Pfund zugunsten der hungernden Bevölkerung in Äthiopien zusammenkamen.
Nach dem Ragtime entstand in den USA schließlich der Jazz, eine vielseitige Musikform, die noch heute populär ist. Aber auch Blues, Country und Swing gehören zur Popmusik. Heutzutage wird die Popmusik oft in Abgrenzung zur etwas lauteren und mehr rebellischen Rockmusik genannt und hebt sich so immer mehr von seinen Anfängen ab, die mit dem Rock ‘n’ Roll eng verknüpft sind. Während Musikstile wie Rock, Metal und Punk eher Wert auf viel Gitarrensound, durchschlagende Drums und die “Echtheit” ihres Sounds legen, gerät die Popmusik immer mehr in Verruf, sie sei zu oberflächlich und zu kommerziell. Dabei hat gerade die Popmusik in den letzten Jahrzehnten mehr als einmal bewiesen, dass sie auch anders kann. Der Political Pop beispielsweise wurde durch Bob Dylan bekannt. Auch Bob Marley griff in seinen Liedern politische und gesellschaftliche Themen auf und modernere Bands wie UB40, U2 und The Police schlossen sich erfolgreich an.
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