Lange war die Rock-Musik verpönt und galt als rebellisch und obszön. Der Weg bis zur heutigen Alltagstauglichkeit war weit und hat einige Zeit für sich in Anspruch genommen. Was sind die wichtigen Eckdaten der populären Musikrichtung und wie wandelte sie sich im Laufe der Zeit?
Rock ist ein Oberbegriff für verschiedene Musikrichtungen, die sich aus einer Mischung von Rock´n´Roll sowie anderen Musikstilen wie zum Beispiel dem Blues entwickelt haben.
Die Unterscheidung zum Rock´n´Roll ist durch den Rhythmus gegeben. So werden im Rock gerade Achtelnoten gespielt (wie in der lateinamerikanischen und europäischen Musik), während diese sich beim Rock´n´Roll leicht nach hinten verschieben, so dass es zu einem jazzähnlichen Rhythmus kommt.
Beim Rock finden hauptsächlich akustische und elektrische Gitarren, der E-Bass, Schlagzeug und Keyboards den Einsatz als Instrumente. In einigen Rockrichtungen werden auch Blechblasinstrumente eingesetzt. Die Instrumente werden in der Regel noch durch den Gesang unterstützt.
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Rocks Ende der 1960er Jahre, als sich die Rock-Musik aus Rock´n´Roll und anderen Richtungen wie zum Beispiel Blues und Beatmusik entwickelt hat. Diese Veränderung des ursprünglichen Rock´n´Roll fand in England durch die wichtigsten Rockgrößen der Geschichte statt. Die Beatles sowie die Rolling Stones führten zu einer enormen Bekanntheit der Musikrichtung, wobei sich schon damals beide Gruppen im Stil deutlich voneinander abhoben und somit Pate für die heute deutliche Vielzahl an Untergenres in dieser Musikszene standen.
Die Rock-Musik war in ihren Kinderjahren sehr umstritten, was zu einem Großteil dem Auftreten der verschiedenen Bands zuzuschreiben war. Ob der Modestil oder die langen Haare – viele empfanden das als skandalös und so waren die meisten Fans der Musikrichtung eher im jugendlichen Alter zu finden. Die deutliche Ablehnung gegen den Rock führte schließlich auch dazu, dass diese Musik einen rebellischen Status erlangte und so auch in der Hippie-Szene deutlich Fuß fasste. Daraus hervor kam dann der Folk-Rock, der sich besonders durch einen harmonischen Gesang abhebt.
Neben dieser eher friedliebenden Szene mit ruhigen Protesten entwickelte sich zeitgleich die härtere Seite vom Rock mit ihren Genres des Hard Rock und des Heavy Metals. Aus diesem Milieu ging dann auch das Sinnbild des harten, gewaltbereiten Rockers hervor.
In den 1970er Jahren schafften die ruhigeren Rockrichtungen wie zum Beispiel Glamrock oder Artrock dann die gesellschaftliche Akzeptanz, während die härteren Richtungen weiterhin unter den eingefleischten Fans vertreten waren. In den nächsten Jahren wurden viele weitere Untergruppen der Rock-Musik populär, zu den Bekanntesten gehören der Grunge, Synthpop, New Wave und Alternative-Rock.
Neben den Beatles und Rolling Stones als eigentliche Geburtsväter der Rock-Musik haben viele später folgende Gruppen ähnliche Erfolge verbuchen können und den Weg des Rock in den unterschiedlichen Genres beeinflusst. In den sehr frühen Anfangszeiten sind dabei Gruppen wie zum Beispiel Cream, The Jimi Hendrix Experience, Led Zeppelin und Deep Purple zu nennen. Der Folk-Rock war Gruppen wie Crosby und Still & Nash zuzuordnen. Maßgebend für die gesellschaftstaugliche Rockrichtung waren in den 70er Jahren die Interpreten Pink Floyd, Genesis und Elton John, welche bereits deutlich in die heutige Poprichtung deuteten.
Als Vertreter des Hardrock gelangte AC/DC zu enormer Berühmtheit, während die Sex Pistols die Punk-Szene entfachten. Iron Maiden und Metallica sind die bekanntesten Vertreter des Heavy Metals und in den 90er Jahren brachte es die Grunge-Band Nirvana zu Weltberühmtheit.
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Popmusik ist Begleiter unseres alltäglichen Lebens. Wir singen, spielen Instrumente und hören sie im Radio, im Fernsehen und mit unseren MP3- Playern. Wir kaufen die neuesten CDs oder nutzen das Internet zum Download von Musiktiteln. Aber woher kommt die Popmusik und was sind ihre Wurzeln?
Popmusik ist zunächst einmal die Abkürzung für “populäre Musik”. Der englische Begriff lautet “popular music”. Diesen einfach mit “Volksmusik” zu übersetzen wäre nicht ganz richtig und Vielen wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Der Stil der Popmusik, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich vor allem in den 50er und 60er Jahren. In den USA hingegen sind die Ursprünge wesentlich früher zu finden, nämlich zur Zeit des Bürgerkriegs bei den nach Amerika gebrachten Afrikanern, die die Ragtime Musik begründeten. Im Jahre 1899 veröffentlichte der Komponist Scott Joplin seinen Hit “Maple Leaf Rag” und legte damit einen Grundstein für die weitere Entwicklung der Popmusik. Einen regelrechten Aufschwung erlebte sie schließlich ab 1955 mit dem Rock ‘n’ Roll und wurde zum Beispiel von den Beatles verbreitet und bekannt gemacht. Seitdem haben sich mehrere Subkulturen hervorgetan, wie zum Beispiel Musikstile wie Rap, Disco und Techno.
Die vorherrschenden Instrumente in der Popmusik sind sicherlich eine oder mehrere E-Gitarren, ein E-Bass und ein Schlagzeug. Fast immer findet sich auch ein Keyboard und in manchen Stilrichtungen auch ein Synthesizer. Generell kann man sagen, dass Popmusik eine Musikrichtung für die breite Masse ist. Sie stellt eine Art Unterhaltungsmusik da, die sich gut verkaufen lässt. Das beinhaltet in den meisten Fällen einerseits, dass das Lied harmonisch und eingängig ist, während der Gesang meist klar und melodisch klingt. Die Texte behandeln oft ein aktuelles Thema, das jeden Hörer anspricht und sind leicht nachvollziehbar – und nachsingbar – strukturiert. Mit der Neuen Deutschen Welle zu Beginn der 80er Jahre gelang es erstmals in Deutschland eine deutsche Art der Popmusik zu etablieren. Das wohl bekannteste Popmusik- Festival war dennoch das “Live Aid”, ein Benefizkonzert im Jahre 1985, bei dem viele bekannte Popmusiker ohne Gage auftraten und so ca. 60 Millionen englische Pfund zugunsten der hungernden Bevölkerung in Äthiopien zusammenkamen.
Nach dem Ragtime entstand in den USA schließlich der Jazz, eine vielseitige Musikform, die noch heute populär ist. Aber auch Blues, Country und Swing gehören zur Popmusik. Heutzutage wird die Popmusik oft in Abgrenzung zur etwas lauteren und mehr rebellischen Rockmusik genannt und hebt sich so immer mehr von seinen Anfängen ab, die mit dem Rock ‘n’ Roll eng verknüpft sind. Während Musikstile wie Rock, Metal und Punk eher Wert auf viel Gitarrensound, durchschlagende Drums und die “Echtheit” ihres Sounds legen, gerät die Popmusik immer mehr in Verruf, sie sei zu oberflächlich und zu kommerziell. Dabei hat gerade die Popmusik in den letzten Jahrzehnten mehr als einmal bewiesen, dass sie auch anders kann. Der Political Pop beispielsweise wurde durch Bob Dylan bekannt. Auch Bob Marley griff in seinen Liedern politische und gesellschaftliche Themen auf und modernere Bands wie UB40, U2 und The Police schlossen sich erfolgreich an.
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